Augenerkrankungen

Bei verschiedenen Augenerkrankungen wie der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (fAMD), dem Makulaödem bei Diabetes mellitus (DMÖ) und Venenverschlüssen in der Netzhaut (RVV) kommt es aus verschiedenen Gründen zu einer Gefäßneubildung im Bereich der Makula (der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut). Diese Gefäße sind undicht und es tritt Feuchtigkeit und gegebenenfalls Blut in das umliegende Gewebe aus. Dies führt zu einer Schwellung der Netzhaut und die für das Sehen verantwortlichen Zellen werden in ihrer Funktion erheblich beeinträchtigt.

Das Wachstum dieser krankhaften Gefäße wird durch den Botenstoff VEGF (einem endothelialen Wachstumsfaktor) ausgelöst.

Sogenannte VEGF-Hemmer werden direkt in das Auge des Patienten injiziert. Dadurch wird der Botenstoff VEGF gehemmt und somit krankhafte Gefäßwucherungen und Schwellungen der Netzhaut verhindert. Die Medikamente müssen dabei regelmäßig, zu Beginn der Therapie monatlich injiziert werden. Bleiben die Patienten unbehandelt kann dies zu einem Sehverlust führen. Da die betroffenen Patienten meist bereits in einem fortgeschrittenen Alter sind, ist die Sehleistung häufig bereits zu Beginn der Therapie stark eingeschränkt.

In einem Patientenbetreuungsprogramm können in sehr individuellen Gesprächen, anhand von Informationsbroschüren und Hilfsmitteln, die Schwierigkeiten im Umgang mit der zunehmenden Sehverschlechterung mit den Patienten und deren Angehörigen besprochen werden.