Psoriasis

Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die sich primär durch Rötungen und Schuppungen der Haut, sowie einen starken Juckreiz manifestiert. Sehr häufig treten Begleiterkrankungen wie das metabolische Syndrom (Diabetes Mellitus, Hypercholesterinämie, Hypertonie), die Erkrankung der Gelenke (Psoriasis-Arthritis), des Herz-Kreislauf-Systems, sowie der Psyche (Depressionen, Angstzustände) auf.

Die genaue Ursache für die Entstehung der Psoriasis konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Es wird vermutet, dass die Psoriasis aufgrund einer genetischen Disposition und durch den Einfluss von mehreren Faktoren ausgelöst werden kann. Hierzu zählen Infektionen und Krankheiten, verschiedene Nahrungsmittel, bestimmte Medikamente, Umweltfaktoren, hormonelle Schwankungen und Stress. Ebenso geht man davon aus, dass durch eine Fehlfunktion des Immunsystems, die Frequenz der Hauterneuerung stark erhöht wird, was zur einer starken Schuppenbildung auf der Haut führt. Entscheidend sind auch verschiedene entzündliche Prozesse, an welchen die Interleukine IL-12, IL-17 und IL-23, sowie der Tumornekrosefaktor (TNF) beteiligt sind.

Aktuell gibt es keine Heilungsmöglichkeiten für Psoriasis Patienten, aber eine Vielzahl an Therapieoptionen. Hierzu zählt die äußerliche Behandlung durch Cremes oder Salben, sowie eine Behandlung mit UV-Strahlen (Phototherapie). Eine weitere Option sind Arzneimittel zur inneren Anwendung (systemische Therapie), die Entzündungsprozesse verlangsamen oder stoppen sollen. Außerdem gibt es eine Vielzahl von spezifischen monoklonalen Antikörpern, die subkutan injiziert werden, und gegen TNF oder gegen IL-12, IL-17 oder IL-23 gerichtet sind, um die Entzündungsreaktionen der Haut zu verringern. Die subkutane Injektion kann von einer Nurse beim Patienten zu Hause übernommen und der Patient für die Selbstsubstitution geschult werden.